Verlängert und immer noch offen: Ausstellung „Faszination Natur“

Verlängert und immer noch offen: Ausstellung „Faszination Natur“

eröffnet im Rahmen der Rheinsberger Langen Nacht der Künste 2019

UPDATE: Liebe Kunstinteressierte, meine Ausstellung in der Remise des Schlosses Rheinsberg ist immer noch offen, auch wenn die Touristeninformation geschlossen ist!
Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch die allgemein bekannten Verhaltensregeln, die vor der Verbreitung von COVID19 schützen. Halten Sie genug Abstand zu anderen Besuchern, so steht Ihrem Kunstgenuss nichts im Wege.
Die Rheinsberger Lange Nacht der Künste und die Remise des Schlosses bildeten einen großartigen Rahmen für die Eröffnung meiner aktuellen Ausstellung „Faszination Natur“.
So ist es kein Wunder, dass sie nun bis zum Ostermontag, dem 13. April 2020 verlängert wird!

Dennoch sollten Sie bald kommen — denn drei Bilder sind bereits verkauft!

13. April 2020 Ganztägig

Veranstalter

Rosel Müller
Telefon:
‭0162 1364587‬
E-Mail:
braminsee@icloud.com
Website:
https://www.atelier-braminsee.de

Remise im Schloss Rheinsberg

Mühlenstr. 15
Rheinsberg, Brandenburg 16831 Deutschland
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Apfelmeditation

Apfelmeditation

Setz dich bequem hin, mach noch einen tiefen Entspannungsseufzer, lass den Atem in den Beckenraum strömen und alle Anspannung hinaus fließen. Wenn der Atem gleichmäßig geht, dann mach mit mir eine Fantasiereise:


….mach einen Spaziergang und erfreue dich an den Farben des Spätsommers, bevor der bunte Herbst anbricht. Das Grün und Gelb der Wiesen beruhigt die Nerven, das Blau des Himmels deine Seele. Die Natur mit ihren blassen Spätsommerfarben macht sich zum Ausruhen bereit.
Am Wegrand stehen trockene Gräser in Gelb, Ocker, Orange und Braun. Alle halten dir ihre Samen entgegen und warten auf den Wind der sie davor trägt.
Der Weg führt dich im Sonnenschein zu den alten Obstgärten. Durch einen verfallenen Holzzaun, schon lange überrankt mit Brombeerranken, an denen noch dicke schwarze Brombeeren hängen, betrittst du einen verträumten Garten. Windschief steht ein Häuschen darin. Die Zeiten, wo es zum Ausruhen genutzt wurde, sind vorbei, nun taugt es nur noch als Unterstand für alte Geräte.

Du entdeckst den alten Apfelbaum und suchst zwischen den Zweigen nach den roten Äpfeln, aber alle Äpfel scheinen schon geerntet zu sein. Enttäuscht lässt du dich unter dem Baum nieder und freust dich über den warmen Spätsommertag.
Die Rast auf sommerwarmem Gras tut dir gut. Dein Blick folgt dem Geschehen um dich herum, die Erde scheint voll von Leben. Käfer krabbeln geschäftig an Halmen hinauf und hinunter, Bienen saugen letzten Nektar aus rotvioletten Blüten. Das weiche Gras unter deinen Händen duftet noch, oder sind es die ersten abgefallenen Apfelbaumblätter?


Du schaust nach oben in den Apfelbaum, durch die Äste, mit ihren blaugrünen und gelben Blättern, auf den blauen Himmel, und plötzlich entdeckst du ihn, den letzten Apfel.
Klein und rot hängt er dort im Baum, als hätte er auf dich gewartet. Du kannst ihn erreichen, er fällt dir wie von selbst in die Hand. Der letzte Apfel von diesem Baum strömt einen besonderen Duft aus.
Du hältst ihn in der Hand und betrachtest ihn, befühlst ihn, erfreust dich an seinen Farben.

Erinnerungen kommen hoch:
Du siehst dich unter dem Baum sitzen und Blütenblätter rieseln auf dich herab. Prachtvoll hat sich hier in einem alten Garten mit knorrigem Apfelbaum der Frühling entfaltet. Bienen und Hummeln umwerben die Blüten. Regen wäscht manchen Blütenstaub wieder ab. Aber die Blüte, aus der dein Apfel kam, hat es geschafft. Grüne Blätter haben die kleine grüne Knolle eingehüllt, der Baum gibt die nötige Kraft, das sie wachsen kann. Die Sonne scheint und schenkt ihre Energie. Aus dem grünen Apfel wird ein gelb-grüner mit rötlichen Wangen. Hände fassen zu, pflücken alle roten Äpfel vom Baum, aber dein Apfel war noch nicht reif, darum durfte er noch weiter wachsen bis du kamst, und dich an ihm besonders erfreuen kannst.
Ein Wind kommt auf, fährt in den Baum und ein paar gelbe Blätter fallen auf dich herab. Nicht mehr lange und man wird durch die kahlen Äste in den herbstlichen Himmel schauen können. Du umschließt deinen Apfel mit beiden Händen, fühlst die sommerliche Wärme in ihm, fängst den Duft ein. Vollkommene Ruhe und Zufriedenheit erfüllt dich. Du lauscht auf das Rauschen der Blätter. Ab und zu blitzt die Sonne durch und lässt die Farben aufleuchten. Wolken sind am Himmel aufgezogen, der Tag wird kühler und du machst dich mit deinem Apfel beschwingt auf den Heimweg.

Diesen Spaziergang kann man westlich von Dorf Zechlin, auf der alten Bahntrasse, Richtung Flecken Zechlin, zu jeder Jahreszeit genießen. Viel Spass!

Hast du Lust, deinen Apfel mit mir zu malen? Du brauchst Aquarellfarben, einen kleinen Aquarellblock, Wasser, Papiertaschentücher und einen Bleistift.

Meditation: Heidespaziergang

Meditation: Heidespaziergang


Setz dich für diesen Spaziergang bequem hin, so dass du entspannt atmen kannst. Die Füße sollten Kontakt zum Boden haben. Lass den Atem bis in den Beckenraum strömen. Mach noch einen tiefen Entspannungsseufzer und dann lass dich weit davontragen.


Es ist ein früher Morgen. Du stehst an einem Waldrand und schaust über eine weite Heidelandschaft. Nebel hängt noch über dem Land. Vereinzelt lösen sich Nebelschwaden auf und lassen eine Aussicht auf den erhofften blauen Himmel zu.Am Horizont erheben sich geisterhaft die Umrisse vereinzelter Bäume.
Du atmest die frische feuchte Luft ein und deine Augen versuchen den Nebel zu durchdringen mit der Hoffnung auf den Durchbruch der wärmenden Sonne.Aber die rosaroten Töne des Heidekraut zu meinen Füßen erwärmen dich. Du riechst feuchte Erde, vielleicht auch die ersten Pilze?Auf gelben Sand läufst du über Heidelandschaft.

Staunen erfüllt dich. Welche herrlichen farbigen Pflanzen, rosa, rot bis violett, dieser karge, sandige Boden hervorbringt.Spinnen haben zwischen den kleinen roten Zweigen Netze gespannt. Sie hängen wie kleine weiße Matten in den rosa Blüten und erzittern leicht im Wind. Tautropfen funkeln im Morgenlicht. Der Nebel verzieht sich immer mehr und öffnet dir den Blick auf die weite, rosa Landschaft. Leuchtend frische Blüten, fast violett sprießen aus saftigem Grün. Daneben stehen noch die alten Blüten vom letzten Jahr in rosa braun und warten auf ihre frische neue Farbe. Dazwischen immer wieder gelbe, sich im Wind wiegende Gräser.

Kleine Kiefern versuchen ihren Platz zu behaupten und bereiten weit ihre blau grünen Zweige aus. Du entdeckst ein wunderschönes Spinnennetz, das von Pflanze zu Pflanze kunstvoll geknüpft ist. Die durch den Nebel brechende Sonne lässt die Tautropfen im Netz wie kleine Diamanten auffunkeln.

Immer mehr vertreibt die Sonne den Nebel und das Sonnenlicht lässt die Heide aufleuchten. Es lenkt die Sinne auf das Leben im kleineren Umkreis, im niedrigen Bewuchs. Ein Land zum langsamen Wandern, zum Entdecken der kleinen Dinge.Du ziehst deine Jacke aus, breitest sie aus, und lässt dich zwischen rosa Heidekraut auf weichem Moos nieder. Du atmest die klare Luft in der warmen Sonne ein, genießt die Stille um dich herum und spürst einen sanften Frieden in deinem Inneren. In dieser Stille findest du Klarheit, in dir öffnet sich eine wohltuende Weite.

Dein Blick geht zum Himmel. Letzte dünne graue Nebel ziehen von dannen. Der Himmel über dir ist tiefblau. Das Blau wird zum Horizont hin immer lichter, erscheint in der Ferne in einem hellen Türkis. Kleine weiße Wolken fangen den Sonnenschein ein und erstrahlen in einem goldenen Schein.

Mit tiefen Atemzügen nimmst du die herrlichen Farben des Himmels und der Landschaft in dich auf, und mit jedem Atemzug versuchst du die warmen Farben aufzutanken für eine kalte Winterzeit.Du erhebst dich wieder und entdeckst in der Ferne Schafe, die ruhig ihren Weg ziehen. Dann machst du dich zwischen grünen, zarten Ginsterbüschen auf den Rückweg. Du genießt noch einmal die warme Sonne, tauchst ein in den schattigen Wald und kommst ganz langsam in die Wirklichkeit zurück.

Diesen Spaziergang kannst du in der Kyritz-Ruppiner Heide noch einmal erleben. Viel Freude!